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Friday, May 3, 2013

To die for!

"Hinterhof" in der Via Mizner in Palm Beach
Geschaeftsreisen, wenn man denn in Deutschland wohnt, koennen einen ja bekanntlich an so romantische Orte wie Hannover, Leipzig oder Frankfurt fuehren - der business trip in den USA hingegen bringt einen da schon mal nach Palm Beach, Martha's Vineyard (wo auch die Kennedy's hausen) oder Greenwich, Connecticut. Alles Orten, an denen man auch gut und gerne Urlaub machen kann - wenn man es sich denn leisten kann.
Worth Avenue in Palm Beach, wo die Reichen und Schoenen shoppen
Ich war letzten Monat mal wieder fuer vier Tage beruflich in Palm Beach und habe dabei die beste Lobster Roll (also so eine Art "Hummer-Broetchen") aller Zeiten gegessen und auch gleich fuers Foto festgehalten.
Wer's nachmachen moechte:
Lobster Roll von "Al Fresco"
Ein Ciabatta Broetchen aufschneiden, antoasten und leicht mit einer Mischung aus Mayo und Knoblauch bestreichen. Frischen Hummer (gibt's in den Bundesstaaten an der Kueste ueberall zu kaufen) ebenfalls mit der Knoblauch-Mayo und etwas frisch gemahlenem Pfeffer vermengen und mit frischem Salat und Tomaten auf das Ciabatta schichten. 
Dazu einen kleinen gemischten Ruccula-Salat und, ganz amerikansich, Chips, moeglichts aus Suesskartoffeln, damit es halbwegs gesund ist.
Wer's nicht selber machen moechte findet diese Lobster Roll im "Al Fresco" auf der Via Mizner in Palm Beach.

Wie sagen die Maedels hier: To die for! (Dafuer lohnt sich's zu sterben!)
Und wer in Deutschland keinen Hummer findet, kann das ganze sicher auch mit Krebsfleisch order Shrimps machen.

Sunday, March 24, 2013

Was seitdem geschah....

Genau einen Tag nach dem letzten Blog passierte das, was man auf den folgenden Fotos sehen kann:

Rauch aus allen Fenstern und Lueftungsschachts
Wir hatten ein ziemlich heftiges Feuer in unserem Keller, ausgeloest durch einen Ast, den ein paar "Baum-Experten", angeheuert von unseren Nachbarn, auf unsere Stromleitung fallen liessen. Der dadurch ausgeloeste Kurzschluss wanderte in unseren Keller, setzte den Stromkasten in Brand, verursachte ein Feuer, dass den Keller zerstoerte, und Rauchschaeden im ganzen Haus anrichtete. Dann kam die Feuerwehr, zerschlug alle Fenster, riss alle Decken und Waende auf und machte das Haus endgueltig unbewohnbar.

Alle Fenster eingeschlagen
Nach einer Nacht bei Freunden und drei Naechten im Hotel haben wir uns ein Haus gemietet - in dem fuehlte sich unsere Beagle-Maedchen Ellie aber nicht wohl und fing an, ueberall in die Ecken zu pieseln. Hund wurde daraufhin auf Anraten des Tierarztes erstmal auf Beruhigungsmittel gesetzt und wir mussten ueberall im Haus schmutzige Waesche rumliegen lassen, damit "das Haus unseren Geruch annimmt" und Ellie sich wieder einkriegt.

Dann kam ein Schneesturm biblischen Ausmasses, anderthalb Meter Schnee ueber Nacht.  Der Liebste war nur mit dem Schneepflug unterwegs und Ellie und ich sassen im gemieteten, nahezu leeren Haus fest. Wir haben uns echt gefragt, ob sich der Weltuntergand um ein paar Monate vertan hat.

Hier sind sonst Gehweg und Strasse.

Anderthalb Meter Schnee in einer Nacht.
Dann fing der Aerger mit der Versicherung an. Alle Versicherungen auf Long Island sind naemlich noch immer mit den Nachwehen von Hurrican Sandy beschaeftigt und so kommt es, dass wir auch acht Wochen nach dem Brand noch immer nicht wissen, wie es weitergehen wird, wie viel die Versicherung bezahlt und ob wir besser renovieren oder abreissen und neu bauen sollen.

Wir leben in geliehenen Moebeln, mit begrenzten Kuechenutensilien, aber neuer Matratze, ganz leicht geraeuchert riechenden Klamotten und zwei neuen Fernsehern. Ellie hat einen Haufen neuer Spielzeuge und drei neue Hundebetten und ich habe offiziell Erlaubnis, die Kreditkarte zur Anschaffnung neuer Moebel und Dekorationen zu benutzten.

Ellie auf einem ihrer neuen Hundebetten.
Alles geht gaaaanz langsam, alles braucht unglaublich viel Geduld, alles geht ein bisschen nach dem Motto "Komm' ich heute nicht, komm' ich morgen"! Aber wir sind alle drei heil rausgekommen, wir sind versichert und ich kriege endlich eine neue Kueche!
Wie sagt der Koelner doch so schoen: Et haett ' noch immer jut jejange.
Bis ganz bald,
Ella.

Monday, January 28, 2013

Schoen kalt!

Long Island liegt zwar auf dem gleichen Breitengrad wie Rom, aber von angenehmen Temperaturen kann hier gerade wirklich nicht die Rede sein. Im Gegenteil: In den vergangenen acht Tagen hat es das Thermometer nicht ein einziges Mal ueber null Grad geschafft. Eitelkeit bleibt da ganz schnell aussen vor, denn es geht nach dem Motto "Warmth over beauty" (Waerme vor Schoenheit) und man sieht von den sonst doch recht aufgebrezelten Long Islandern ausser Nasen und Augen nicht viel. Daunenjacken dominieren, Muetzen und Handschuhe sind Pflicht und selbst vor langer Unterwaesche scheut sich kaum einer mehr. 
Doch die Kaelte hat auch ihre schoenen Seiten: Wer sich nicht zu schade ist fuer rote Triefnase und froestelige Ohren, der wird mit schoenster Natur belohnt:
Schnee am Strand in Cold Spring Harbor, NY - Photo copyright kochundco.net

Blick vom Cold Spring Harbor Beach Club auf die Bay. - Photo copyright kochundco.net

Gefrorene Gischt.       Photo copyright kochundco.net

Fuer Schoenheit brauchts keine Blaetter. Photo: kochundco.net

Monday, January 21, 2013

Feiertag - aber nicht fuer alle!

Heute ist Feiertag in den USA - Martin Luther King, Jr. Day. Banken, Schulen, Postaemter, Behoerden sind dicht. Alles geschlossen? Denkste! Die Amerikaner moegen ja in vielen Dingen gut sein, aber Feiertag, das koennen sie wirklich nicht. Gan nach dem Motto: Was, wenn heute Feiertag waere und keiner ginge hin?
Es gibt nur einen Weihnachtstag, einen Ostertag und Pfingsten, Christi Himmelfahrt und Fronleichnam, Allerheiligen gibt es gar nicht. Vielleicht bin ich als Ex-Nordrhein-Westfale aber auch nur katholisch-verwoehnt?!
An Heiligabend sind viele Geschaefte bis abends um 22 Uhr geoeffnet, Neujahr wird fuer viele als super Shopping-Tag benutzt und selbst an Ostersonntag haben alle Geschaefte den ganzen Tag lang geoeffnet und so was wie Feiertagsruhe gibt es schon gar nicht. Unsere Nachbarn hatten vor zwei Jahren noch am ersten Weihnachtstag morgens die Gaertner mit den Laubblaesern rumhantieren und letzte Ostern haben der Liebste und ich den ganzen Tag damit verbracht Pflastersteine zu verlegen.

Das Fernsehprogramm an Feiertagen ist nicht viel besser oder besonderer als im restlichen Jahr und manchmal erinnert man sich nur mit Hilfe des Supermarkt Werbeblaettchens daran, dass bald ein Feiertag ansteht.
Anders ist das nur bei den "echten" amerikanischen Feiertagen: Thanksgiving und 4th of July (manche zaehlen auch noch Super Bowl Sunday mit dazu). An den Tagen geht gar nichts. Alles zu  (ab 14 Uhr) - Amerika macht Feiertag.
Vielleicht muss das aber auch so sein in einem Land mit so vielen Einwanderern. Wenn man hier an jedem religioesen Feiertag gleich alles dicht machen wuerde, wuerde es mit der Wirtschaft sicher gleich noch ein kleines Bisschen weiter bergab gehen. 
Einzig gut haben es nur die Lehrer, zumindest hier in New York: Neben den christlichen Feiertag bleiben die Schulen naemlich auch an allen hohen juedischen Feiertagen geschlossen.

P.S.: 
Der 21. Januar ist uebrigens auch Squirrel Appreciation Day (also frei uebersetzt: Eichhoernchen Wertschaetzungs Tag)
















Thursday, November 22, 2012

Was essen die denn da? 3. Thanksgiving-Special

Happy Turkey Day alle zusammen! Ich komme gerade von einem ausschweifenden, vierstuendigen Festmahl bei unseren Nachbarn Dennis und Barbara und habe es mit letzter Kraft noch geschafft mich auf meinen Buerostuhl zu schwingen und den Powerknopf meines Laptops zu druecken. Dass wir bei den Nachbar waren heisst uebrigens nicht gleich, dass ich nicht gekocht habe! Der Tradition folgend, nach der jeder was zum Essen beisteuert, habe ich zwar keinen Truthahn gebraten, dafuer aber einiges an Beilagen zugesteuert und schon um sechs heute Morgen in der Kueche gestanden.
Im Fernsehen wurde immer wieder die Nummer der "Butterball Turkey Hotline" wiederholt, die angeblich alle Fragen rund ums Thanksgiving Essen beantwortet. Von "Woran erkenne ich, dass mein Truthahn noch gefroren ist?" ueber "Wie schalte ich den Rauchmelder wieder aus" bis zu "Wo kann ich anThanksgiving eine Sackkarre kaufen um Tante Betty aus dem Wohnzimmer zu schieben?"
Gegessen wurde ab drei Uhr. Es dauerte fast eine halbe Stunde, bis das ganze Essen verteilt war, ein Gebet gesprochen wurde und jeder mitgeteilt hatte, wofuer er/sie im vergangenen Jahr dankbar war.

Thanksgiving ganz traditionell.

Ein Wunder, dass der Tisch nicht unter all den Leckererien zusammengebrochen ist, die wir uns zusammegekocht hatten. Die Menge an Essen, die fuer sechs Erwachsene und zwei wie Spaetzchen essende Kinder aufgetischt war, haette icher auch noch ver bis sechs weitere Gaeste mehr als gesaettigt und von den Resten werden wir die ganze naechste Woche noch essen koennen.
Hier eine kleine Auswahl dessen, was aufgetischt wurde - und ja, ich weiss, manches klingt befremdlich:

Truthahn a la Dennis - mit Bacon belegt.
  • Truthahn, 24 Pfund
  • Stuffing, also Fuellung, in zwei Ausfuehrungen: 1. nur mit Brot, Zwiebeln und Sellerie, 2. Mit Brot, Cranberries, Pilzen, Mett, Sellerie und Zwiebeln
  • Green Bean Casserole - So 'ne Art gruene Bohnenauflauf mit Champignoncreme-Suppe
  • Suesskartoffel-Puerre
  • Mais-Pudding
  • Geroesteter Rosenkohl (der heisst auf englisch Bruxelles Sprouts)
  • Kartoffelpuerree aus Kartoffeln mit SchaleTurkey Stuffing Bags, Set of 2 (Google Affiliate Ad)
  • Cranberrie Sauce, einmal selbstgemacht, einmal aus der Dose
  • gefuellte Pilze
  • gefuellte Artischocken
  • Broetchen
  • geschaetzte zwei Liter Sauce
  • Apfelmost
  • Eierlikoer
  • Pumpkin Pie, auf Grund der Farbe auch gerne liebevoll "Baby Shit Pie" genannt)
  • Blaubeer-Pie
  • Apple Pie
  • Suesskartoffel-Pie

Suesskartoffel-Pie
Sechs Erwachsene, zwei Kinder, vier Stunden.
Der Begriff "Food Coma" erklaert ich da wohl von selbst.
Wir sind nach dem Essen noch fast zwei Stunden sitzen geblieben. Nicht, weil wir uns noch so viel zu erzaehlen hatten, nein, wir haetten nicht aufstehen koennen, wenn wir es gewollt haetten. Dennis' Mutter musste sogar ihr Sauerstoffgeraet aus dem Auto holen lassen, weil sie kaum noch Luft bekam!
Der Liebste lobte meine Beilagen ueber den gruenen Klee, was wohl auch daran lag, dass ich seine Lieblingsfuellung im Internet ausfindig gemacht und rezeptgetreu nachgekocht hatte, und verkuendete vor versammelter Mannschaft, dass ich, die deutsche Einwanderin, nun endgueltig dafuer qualifiziert sei, im naechsten Jahr die ganze Horde bei uns mit Truthahn ins Koma fuettern zu koennen.
Bis dahin muss ich wohl noch den einen oder anderen Test-Truthahn braten.
Happy Thanksgiving!
P.S.: Sobald ich wieder genuegend Blutzufuhr zum Gehirn habe, werde ich Rezepte fuer Maispudding, Suesskartoffelpuerree, Fuellung und Green Bean Casserole nachreichen.
Jetzt brauche ich erstmal einen Kuemmerling!


 

Sunday, November 4, 2012

Der Strom hat uns wieder

Der Stromgott hatte ein Einsehen: Der Saft fliesst wieder aus der Steckdose in den Fernseher, Kuehlschrank, Foehn, Computer. Ich kann euch sagen, so ohne Strom ist nicht ganz ohne. Hier eine Liste der Dinge, die wir in den vergangenen Tagen gelernt haben:
Man kann sich tatsaechlich fuenf Tage lang mit dem Gatten unterhalten ohne ihn umbringen zu wollen.
Kaltes duschen fuehrt nicht automatisch zu einer Lungenentzuendung.
Dieselbe Jeans kann zweimal getragen werden.
Hunde fressen auch im Dunklen.
Spuelen mit kaltem Wasser laesst die Haende nicht altern.
Man kann einen Hackbraten auf dem Grill backen.
Wenn man plant, sich von Muesli und Cornflakes zu ernaehren, macht es Sinn, ausreichend Milch zu kaufen.
Nutella auf ungetoastetem Toastbrot schmeckt nur halb so lecker.
Man kann im akutesten Notfall auch ohne Ferneher und Internet leben (wenn auch nur schwerlich) und Starbucks ist immer ein guter Zufluchtsort fuer internetlose Seelen. (Angeblich haben die Leute selbst vor den geschlossenen Starbucks gesessen und deren Internetsignal aufgeschnappt, weil die Router noch liefen)
Ohne Strom sieht man ploetzlich selbst in Manhattan Sterne am Nachthimmel.
                                   Blackout in Lower Manhattan    Foto: foxbusiness.com
Man kann an einem Generator gleichzeitig eine Kuehl-/Gefrierkombo, die Heizung und zwei Lampen anschliessen, sollte es aber vermeiden, dann auch noch den Staubsauger  und den Foehn anzuschalten.
Sechs Maenner koennen nur mit Kettensaege, Hammer und Naegeln in drei Stunden einen Baum aus einem Haus raussaegen und das Dach reparieren.
Nachbarn helfen sich gegenseitig.
Es ist erstaunlich zu sehen, wie viele Leute von diesem Sturm ueberrascht worden sind, und die jetzt ohne Benzin fuer Autos und Generatoren ueber Stunden an Tankstellen Schlange stehen als haette ihnen keiner letzte Woche schon gesagt, dass sie besser ihre Autos auftanken sollten.
Schlangen an Tankstellen sind manchmal meherer Blocks lang. 

Ein Mann, der gegen seine Frau beim Karten spielen verliert, sollte seinen Spieleinsatz mit Bedacht auswaehlen, sonnst koennte er, wie unser Nachbar Jeremiah, ploetzlich mit vollem Make-up im Gesicht dastehen.
Fuenf Tage ohne haben uns gezeigt, wie sehr wir vom Strom abhaengen und dass wir damit sparsam umgehen sollten. Haben wir daraus gelernt? Neiiiiiiin! 
In der Sekunde, in der der Saft wieder in die Haeuser unserer Nachbarschaft floss, ging es spontan von Kerzenlicht zu Partybeleuchtung. Erstmal heiss geduscht, Backofen angeschmissen, alle Lichter angemacht, alle Nachbarn angerufen, Computer angestellt, Emails gecheckt, Glotze an - wir koennen wohl nicht anders. Nach fuenf Tagen Konversation mit dem Liebsten in voelliger Stille musste erstmal so was wie "Hintergrundmusik" geschaffen werden.
Und heute ist schon wieder alles normal - fuer uns. 23.000 Haushalte in Huntington (insgesamt 75.000 Einwohner) sind noch immer immer ohne Strom und warten darauf, unseren Jubelschrei von Samstag ausstossen zu koennen. Wir wuenschen es ihnen.


Friday, November 2, 2012

Tag 4 nach Sandy

Hallo zusammen,
Nur einer von Tausenden!
Ich wollte mal eben schnell ein Update bloggen, damit ihr alle wisst, was hier so gerade los ist.
Vier Tage nach Sandy sind wir in unserer Nachbarschaft noch immer ohne Strom. Wir haben zwar einen Generator, aber der laeuft auch nur fuer etwa acht Stunden am Tag, um die Kuehltruhe und den Kuehlschrank nicht abtauen zu lassen und die Heizung anzutreiben. Gestern Abend haben wir uns den Luxus gegoennt, eine DVD anzuschauen und haben dafuer zwei Stunden lang auf Heizung verzichtet. Ausserdem habe ich herausgefunden, dass kalt duschen niemals zu meinen Lieblingsbeschaeftigungen gehoeren wird.
Benzin wird zum Luxusartikel, da die Pumpen ohne Strom nicht laufen. Sollte mal jemand eine offene Tankstelle finden, bilden sich gleich Schlangen mit bis zu drei Stunden Wartezeit und Anarchie bricht aus.
Zum Glueck werden die Supermaerkte wieder beliefert, auch wenn man nur bar bezahlen kann, weil die Kreditkarten-Lesegeraete nicht funktionieren. Wenn es so weitergeht, werden der Liebste und ich nur noch von Pizza und chinesischem Take-Out Food leben.
Ellie, unser Beagle, ist total verunsichert, weil sie im Dunklen essen muss und die Haelfte der Baeume auf ihrem morgendlichen Spaziergang nun auf der Strasse liegen und sie nichts mehr zum Anpieseln hat.
Im Buero gibt es natuerlich Strom (und gluecklicheweise auch Internet) und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich mich noch nie so gefreut habe, zur Arbeit zu fahren.
Und wir wollen uns nicht beschweren: Verglichen mit dem Chaos und der Zerstoerung, die in anderen Teilen der Insel herrscht, sind wir echt glimpflich davon gekommen. Unsere Nachbarn haben zwar jetzt eine nach oben offene Kueche und unsere anderen Nachbar haben vier Baeume auf dem Haus liegen, aber im Grossen und Ganzen haben wir echt Glueck gehabt.
Es zeigt sich ganz besonders, wie gut unsere Nachbarschaft zusammenhaelt. Bei Amanda und Jeremiah gibt es heisses Wasser zum Duschen, wir haben dafuer deren Fleisch in der Gefriertruhe. Alle Maenner der Nachbarschaft haben bei Marius geholfen, das Dach zu reparieren und am Mittwochabend gab's ne Hurricane Party, zu der alle die Reste aus ihrem Kuehlschrank mitgebracht haben. Und nach zwei, drei Bier merkt man eh nicht mehr, dass der Strom weg ist.
Wir hoffen, dass wir unseren Strom schneller wieder haben als in den angekuendigten sieben bis zehn Tagen. Einen Lichtblick gibt es jedebfalls: Das Nagelstudio an der Ecke hat Strom und am Samstag wollen sich alle Maedels der Nachbarschaft die Naegel machen lassen - denn wer kann schon fuenf Tage in Folge immer zuhause mit dem Gatten zusammenhocken.
To be continued.......